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Warum ich meinen Zuckerkonsum gesenkt habe

Warum ich meinen Zuckerkonsum gesenkt habe

Zucker per se ist nichts Schlechtes! Das Problem ist eher, dass Zucker vielen Lebensmitteln zugesetzt wird, um diese haltbar und schmackhaft zu machen. Das führt dazu, dass der Zuckerkonsum generell steigt. Heute spreche ich darüber, wie du erkennst, ob du zu viel Zucker konsumierst und wie du deinen Zuckerkonsum sinnvoll reduzieren kannst. Eines vorweg: Es ist besser Fertigprodukte und Süßstoff zu reduzieren als zuckerfrei zu backen.

Facts über Zucker

  • Chemisch gesehen, besteht Zucker (der auch Saccharose genannt wird) aus zwei Zuckerbausteinen: Fruchtzucker und Traubenzucker.
  • Jede Zuckerart, die du im Supermarkt kaufen kannst (Kandiszucker, Würfelzucker, brauner Zucker, Puderzucker, etc..) besteht also aus den gleichen Bestandteilen.
  • Wenn du im Supermarkt Fruchtzucker kaufst, weil du denkst, dieser sei gesünder, stimmt das nicht. Zucker ist Zucker.
  • Wenn du Fruchtzucker in Form eines Apfels isst, dann macht das etwas anders in deinem Körper (dein Blutzucker steigt langsamer an) ABER Zucker ist trotzdem Zucker.
  • Menschen würden das Thema Ernährung gerne vereinfachen und klare Regeln haben (“das ist Gut & das ist Schlecht”), aber das geht in der Ernährung nicht, es macht schlichtweg keinen Sinn.
  • Wenn wir unter Stress stehen, benötigt der Körper Energie. Durch eine Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, wird gewährleistet, dass unser Appetit steigt. Wir essen dann tendenziell eher Süßes => Energieversorgung ✔️check
  • Zucker per se ist nicht schlecht ABER das Problem ist, dass Zucker heute als Konservierungsmittel oder Geschmacksverstärker in vielen Lebensmitteln enthalten ist: Fertigprodukte, Pizza, Wurst, Käse etc…
  • Die Summe macht das Gift

Woher kommt dann, dass man zickig wird, wenn man auf Zucker verzichtet?

  • Zucker ist die einzige Energiequelle des Gehirns. Kohlenhydrate werden zerlegt, bis nur noch Traubenzucker (Glucose) überbleibt – davon ernähren sich deine Gehirnzellen.
  • Wenn du einen stetig hohen Konsum von einfachem Zucker hast (Fertigprodukte, Zucker in Tee/Kaffee, viel Süßes, viel helles Gebäck etc..), lernt der Körper, dass er kaum Arbeiten muss, um an seine Nahrung zu kommen.
  • Nimmst du deinem Hirn/Körper diese Glucose weg, reagiert dein Gehirn sehr zickig. Es muss nun mehr arbeiten. Diese “Zickensymptome” werden irrtümlicherweise als Suchtanzeichen interpretiert. Das Gleiche tritt übrigens auf, wenn du auf Low Carb umsteigst.
  • Dein Körper muss sich nun wieder umstellen und lernen, dass er arbeiten muss, um an Energie zu kommen. Dass er zB die Kartoffel zuerst zerlegen muss um an den Zucker zu kommen. Das macht ihn natürlich sauer. Er lernt sich aber um, das dauert ein paar Tage oder Wochen und dann ist alles wieder gut. Er hat keinen Grund mehr sauer zu sein.

Wie merkst du, dass du zu viel Zucker konsumierst?

  • Wie wir aus dem Interview mit Oliver Scheibenbogen wissen, macht Zucker nicht süchtig ABER der Körper gewöhnt sich an eine gewisse Menge und irgendwann braucht man ein Löffelchen Zucker mehr um den gleichen Geschmack zu bekommen.
  • Der Körper sendet bestimmte Signale um uns Menschen zu zeigen, was ihm gut tut oder nicht.
  • Wenn es dir nach dem Essen gut geht, du dich locker &  flockig fühlst, ist alles gut.
  • Wenn du dich nach dem Essen schwer fühlst, in ein Fresskoma fällst oder dein Magen sich schwer anfühlt, dann sagt dir dein Körper “Hey, irgendetwas tut mir nicht gut oder war jetzt zu viel.”.
  • Bei den Signalen unterscheidet der Körper aber nicht zwischen Zucker, Glutamat, Fett oder sonst was.
  • Typische Anzeichen sind: Ausschlag, Müdigkeit, Haarausfall, brüchige Nägel, Kopfschmerzen, Blähbauch, unreine Haut, fette Haut, empfindliche Zähne, Heißhunger, etc…

Wie ich bemerkt habe, dass ich zu viel Zucker konsumiere:

  • Ich habe irgendwann für mich bemerkt, dass ich im Gegensatz zu anderen KollegInnen viel mehr Zucker über meine Marillenknödel gebe, in meinen Tee oder sonst überall rein. Auch Brownies waren für mich nicht so süß. Andere meinten „Boa ist das süß“ und ich habe ich mir gedacht, “nee..”. Bei Punschkrapfen konnte ich die Zuckerglasur essen und es war mir nicht zu süß.
  • Ich habe bemerkt, dass ich oft müde bin.
  • Ich hatte ständig Gusto auf Süßes, war oft müde und hatte einen Reizdarm mit Blähbauch.

 

Fazit

  • Iss achtsam – dann hast du die Hälfte der ToDos schon erledigt! Wer nämlich mehr somatische Körperintelligenz hat, braucht keine “Regeln” um sich gesund zu ernähren.
  • Versorge deinen Körper mit hochwertigen Lebensmitteln (statt Fertigprodukte zu konsumieren)
  • Achte auf die Signale deines Körpers
  • Zuckerverzicht oder Zuckerarm backen ist nicht notwendig und schmeckt einfach nicht!
  • Wenn du Süßes isst, dann genieße es mit allen Sinnen!!
  • Beobachte deinen Zuckerkonsum, wenn du den Eindruck hast, dass du zu viel konsumierst. Schreib dir gerne mal ein paar Tage auf, wie viel Zucker du konsumierst.
  • Wenn du möchtest reduziere deinen Zuckerkonsum Stück für Stück. Du kannst bei Fertigprodukten, Zucker in Tee/Kaffee oder bei Fruchtsäften anfangen und dich immer weiter vorwärts arbeiten. Deine Toleranz gegenüber Zucker wird sinken und dir wird in Zukunft wenig Zucker ausreichen.
  • Verzichte auf künstliche Süßstoffe, die sind 100-500x süßer als normaler Zucker.
  • Senke lieber deine Toleranz und mach weniger Zucker in den Tee anstatt Süßstoffe zu verwenden

 

Viel Spaß dabei!!

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